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Café
Sehnsucht |
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Sie
bedient im Café Sehnsucht. I sitz im ganz hintern Eck.
Sie
serviert mir mein' Espresso. D'Augn verschliaßn hat koan Zweck:
Sie steht vor mir wiara Engel. Und i mach mir mei Lebn zur Qual,
denn wenn i si um a Rendezvous bitt', dann sagt sie bloß:
schaun ma mal...
Sie
fragt mi net nach meine Wünsch', sie woaß längst was
i wui.
Und sie serviert mir mein' Espresso — jeden Tag
desselbe Spui!
Wia da Abendstern stehts vor mir und sie trifft mi
mit ihrm Strahl.
Doch wenn i sie um a Rendezvous bitt', dann sagt
sie bloß: schaun ma mal...
Café Sehnsucht! Café Sehnsucht!
Und
sie hat gsagt: sie ruaft mi o. Des tuats natürlich net.
Sie
serviert mir mein' Espresso ois wüssats net wia's mit mir steht.
Sie steht vor mir wiara Spiagl — was i drin siehg is ihr
egal.
Und wenn i sie um a Rendezvous bitt', dann sagt sie bloß:
schaun ma mal...
I
sag „Pfüa Gott!“ zum Café Sehnsucht, i sag
„Schee wars!“ zu meim Traum.
I hab gnua vom Espresso,
mehr wui i mir net erlaubn.
Irgendwann sehng ma uns wieder in aam
andern Lokal.
Ob i di nomoi um a Rendezvous bitt', dees woas i
net. Schaun ma mal...