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Mei
Herz muaß voller Torheit sei |
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Du
kimmst einfach einagschneit,
woaßt ganz genau wia mi dees
freit,
und i woaß ganz genau was d‘sagst
wenn i
di frag was d‘trinka magst.
Und i entkork a Flaschn Wein.
Dann sitz ma da beim Kerzenschein,
und i denk mir so ganz
nebnbei:
Dei Herz muaß voller Torheit sei!
Bald
redn ma übers Lebn, wias lauft
und wias oam manchmoi
d‘Scheid abkauft,
und daß ma so vui net versteht,
und wias dann trotzdem weitergeht.
Und was du traamst in
letzter Zeit,
und ob i woaß was dees bedeut‘?
Ehrlich gsagt: i denk mir glei:
Dei Herz muaß voller
Torheit sei!
Dann
redn ma über Frau und Mo,
Zwischenmenschliches und so.
Und
dann verzählst mir, daßd‘ jetzt aa
wieder solo
bist. Jaja.
Und dann schweigst mit große Augn,
dee in
dees leere Glasl schaugn,
und i, i schenk dir wieder ei.
Mei
Herz muaß voller Torheit sei!
Auf
oamoi fragst du mi knallhart,
was i von a Frau erwart.
Du
fragst so furchtbar allgemein,
da brauch i glei no aan Schluck
Wein.
Dann sag i: laß uns statt dem G‘red
doch
oschaun wias mit uns zwoa steht!
Was dümmers foit mir grad
net ei!
Mei Herz muaß voller Torheit sei!
Du
fragst mi, ob i di begleit
wennsd‘ zur Höll gehst mit
der Zeit;
in der Höll is‘s gwiß schee warm
–
sagst und stupst mi an mein Arm.
Naa, i geh net mit in d‘Höll!
I hab nix anders als mei Seel,
und dee hoazt ma aa gnua ei.
Mei Seel muaß voller Torheit sei!
I
hab – vielleicht a bisserl spät –
gmerkt wia mir
mei Herz aufgeht
und hab dir d‘Händ entgegengstreckt;
wahrscheinlich hab i di daschreckt,
wia i so zu dir higfoin
bin,
zu dir, nix anders mehr im Sinn,
zu dir, ois waar nix
dabei.
Mei Herz muaß voller Torheit sei!
I
schenk dir‘s letzte Tröpferl ei.
Der Wein war guat.
Wia spät mags sei?
No a Flaschn? – Naa, laßs
zua!
sagst, weilsd raus muaßt in der Fruah.
Pfüat
di, sag i dann, zum End,
unterm gstirnten Firmament.
Manchmoi
moan i, i waar frei.
(Mei Herz muaß voller Torheit sei!)